C10Die Bibel schützt allgemein das Leben, auch das der Hexen

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Pixabay / Hexen

Hexenverfolgungen gibt es seit Urzeiten auf allen Kontinenten dieser Welt. In Europa gehen sie auf alte Völker zurück, insbesondere Germanen, welche Schadenszauberer verbrannten. Als das Christentum Fuss fasste, wurde die Tötung von Hexen tausend Jahre lang verboten und zwar mit der Begründung, dass es laut der Bibel Hexen gar nicht gebe.

Erst in der Neuzeit brachen die Verfolgungen wieder aus. Die Angst vor der unheimlichen Macht geheimer Zauberer, von denen man glaubte, dass sie nachts Kinder opferten, um Seuchen und Hungersnöte über das Volk zu bringen, führte zur Ermordung vieler Verdächtiger. Es war ursprünglich keine kirchliche Bewegung, allerdings liessen sich  Teile der Kirche mit der Zeit davon beeinflussen.

Tatsächlich lehrt die Bibel, dass Christen sich nicht vor Dämonen fürchten müssen, sondern sie im Namen von Jesus geistlich besiegen können. Gegen die Priester, die meinten, Hexenverfolgung sei christlich, wandte sich z.Bsp. der deutsche Jesuit Friedrich Spee. Er verfasste 1631 die erste katholische Schrift, die sich gegen Verfolgungen und Folter wandte. Darin betont er, dass Jesus in Johannes 8 die Todesstrafe aufhob, als er sagte: «Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein». Heute gibt es im Westen dank dem direkten und indirekten Einfluss der Evangelien am wenigsten Hexenverfolgungen.

Hexenverfolgungen abgeschafft

Grafik in Canva erstellt

Im Vergleich zu anderen Kontinenten gab es im Westen die wenigsten Hexenverfolgungen.